Potenzschwäche und Potenzstörungen

Die erektile Dysfunktion, in der Umgangssprache auch Potenzschwäche genannt, ist eine häufig anzutreffende körperliche Funktionsstörung bei Männern. Potenzschwäche kann vielerlei Ursachen haben, entgegen der weitläufigen Meinung es läge meist an psychischen Leiden, haben umfangreiche Untersuchungen deutlich die körperlichen Ursachen in den Vordergrund gestellt.

Potenzschwäche - die Ursachen

An erster Stelle stehen Durchblutungsstörungen des Penis. Normalerweise entsteht eine herkömmlich Erektion dadurch, dass vermehrt Blut in die Penisgefäße fließt was ein Anschwellen dessen hervorruft. Der Rückfluss des Blutes wird kurzzeitig blockiert und eine Erektion ist die Folge.

Bei der krankhaften Erscheinung der Erektionsschwäche erhält das Glied zu wenig Blut durch verengte Venen, die Erektion kann nicht in vollem Masse von statten gehen, man spricht von einer Erektionsstörung. Eine Penetration wäre so nicht möglich. Zugrunde liegt solchen Fällen sehr oft eine Hypertonie, der Bluthochdruck. Durch den permanent erhöhten Blutdruck sind die Gefäße oftmals bereits geschädigt oder sie verengen sich durch Blutdruck senkenden Medikamenten.

Eine weitere Krankheit beeinflusst die Potenz erheblich und das ist die Diabetes. Diese Zivilisationskrankheit ist in unseren Breitengraden immer mehr vertreten und bleibt oftmals lange unentdeckt. Egal ob die Zuckerkrankheit bereits behandelt wird oder nicht, nach jahrelanger Erkrankung leiden die Nervenbahnen erheblich und werden unwiederbringlich durch den Zuckereinfluss geschädigt. Diese Beschädigungen der Nervenbahnen unterbinden die störungsfreie Reizübertragung und somit Erektionsfähigkeit.

Aber auch Nebenwirkungen einiger Medikamente können durchaus Potenzstörungen hervorrufen, deshalb lohnt es sich bei einem undefinierbaren Erscheinungsbild der Potenzschwäche die Beipackzettel einmal genaür unter die Lupe zu nehmen oder den Hausarzt zu befragen. An Depressionen erkrankte Männer zeigen oft Potenzschwäche, das liegt nicht nur an ihrer krankheitsbedingten, gesenkten Lebenslust, sondern viel öfter an den Nebenwirkungen der Medikation. Suchterkrankungen wie Alkoholismus, starkes Rauchen oder Drogenkonsum führen häufig auch zu Potenzstörungen und sollten deshalb in die Erhebung des Krankheitsbildes mit einfließen. Es gibt für Männer mit körperlichen Ursachen der erektilen Dysfunktion durchaus Hoffnung, denn man kann ihr heutzutage sehr gut mit Medikamenten dauerhaft entgegenwirken.

Potenzstörungen - Fazit

In wenigen Fällen liegen psychische Störungen vor wenn es zu einer Potenzschwäche kommt. Die Störung zählt zu den vorübergehenden Erscheinungen. Die Basis derer liegt meistens in hoher Stresseinwirkung auf den Betroffenen, aber auch Versagensängste ziehen einen Teufelskreis nach sich. Partnerschaftliche Probleme können eine kurzzeitige Potenzschwäche auslösen, hier hilft nur das Problem an der Wurzel zu packen, die persönlichen Diskrepanzen zu erörtern und aus dem Wege zu schaffen. Stress hingegen kann allein durch Reduzierung der Stressoren, z.B. Jobwechsel bei arbeitsbedingtem Stress, gemildert werden. Aber auch Entspannungsübungen können den Körper wieder in Einklang bringen. In solchen Fällen lohnt sich das Hinzuziehen eines Psychotherapeuten, der mit den Betroffenen ein Lösungsmodell ausarbeitet, um sich von den Symptomen dauerhaft befreien zu können.