Pharmakonzerne fürchten Generika Aufschwung
Viagra & Co. haben den Pharmakonzernen in den letzten Jahren Milliardenumsätze gebracht. Allerdings haben die Pharmakonzerne das Problem, dass für Viagra & Co. in den nächsten zwei Jahren die Patente auslaufen in den USA und in Europa. Den Pharmakonzernen werden somit die Umsätze wegbrechen. Denn ab dem Zeitpunkt des Auslaufens der Patente dürfen die Generika Hersteller Kopien der Potenzmittel herstellen, und zwar exakte Kopien, und das zu Preisen, die im Schnitt 30 Prozent unter dem Originalpreis liegen.
Gleichzeitig sinkt auch der Marktanteil der Pharmakonzerne. Die schlimmsten Befürchtungen gehen hier von unte10 Prozent aus. Der definierte Zeitraum bis dies eintritt wird mit sechs Monate nach dem Auslaufen des Patentschutzes angegeben. Nach dem Auslaufen des Patentschutzes werden auch die Pharmakonzerne die Preise erzwungenermaßen senken müssen. Für die insgesamt fünf Potenzmittel (außer für Viagra erschlischt noch für vier weitere Potenzmittelwirkstoffe der Patentschutz) erwarten die Pharmakonzern in den nächsten zwei Jahren einen Umsatzverlust von 30 Milliarden US-Dollar. Eine aktuelle Analyse der Tufts University in Medford/Massachusetts unter Leitung von Pharmaforscher Ken Kaitlin beziffert die sich daraus ergebenden Umsatzverluste der führenden Pharmahersteller bis zum Jahr 2013 auf insgesamt 114,3 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Und Analysten der US- Marktforschungsagentur IMS Health beziffern den Verlust bis 2013 sogar auf mehr als 130 Milliarden US-Dollar. 2012 wird sich vermutlich der größte Umsatzschwund bei den Pharmakonzernen deutlich machen. Die bekannten Hersteller von Generika sehnen den Ablauf der Patenzfristen seit Jahren herbei und erwarten im Gegensatz zu den Pharmakonzernen einen starken Gewinnanstieg in den kommenden Jahren. Auch dem Endkunden kann es Recht sein, da nun die bekannten Präparate deutlich preiswerter zu haben sein werden.
