Pharmakonzern Eli Lilly mit 5 Prozent Gewinnrückgang
Dem weltbekannten Pharmakonzern Eli Lilly ging es wirtschaftliche auch schon einmal besser, so zeigen aktuell die Zahlen fürs 3. Quartal 2011 recht deutlich. So drückt dem amerikanischen Pharmakonzern Eli Lilly der Schuh sogar an mehreren Stellen gleichzeitig. Ein starker Rückgang der Konzerngewinne war die leidige Folge. Dennoch gibt es auch positive Nachrichten über Eli Lilly zu berichten. Durch die gestiegene recht hohe Nachfrage nach den Kernprodukten, wie dem Antidepressivum Cymbalta oder dem bekannten Potenzmittel Cialis stieg der Umsatz im dritten Quartal um neun Prozent auf stattliche 6,15 Milliarden Dollar. Die Focusierung auf die beiden Kernprodukte Cymbalta und Cialis wirkte sich also recht positiv auf die Einnahmen aus.
Beim Gewinn des Pharmakonzern sieht es hingegen wie schon erwähnt recht trübe aus. Dieser sank um 5 Prozent auf 1,24 Milliarden US-Dollar. Ursachenforschung sehen die Belastungen durch die neue Gesundheitsreform, sowie die gestiegene Forschungs- und Marketingkosten als Grund für die Gewinneinbußen. Im 3. Quartal 2011 investierte Eli Lilly ganze 21 Prozent des Umsatzes in die eigene Forschungsabteilung und förderste so die Entwicklung neuer Medikamente. Leider wirkt sich diese Investition an der Börse bisher noch nicht aus, denn der Gewinn je Lilly Aktie schrumpfte im dritten Quartal von 1,11 US-Dollar je Aktie im Vergleich zu 1,18 US-Dollar im Vorjahr. Die über die letzten Jahre verwöhnten Aktionäre konnte Eli Lilly mit den jüngsten Quartalszahlen nicht überzeugen, was zur Folge hat, dass die Aktie aktuell mit einem Prozent im Minus notiert.
Der US-Konzernchef John Lechleiter blieb dennoch weiterhin recht zuversichtlich. Neben den bereits erwähnten Kernprodukten Cialis und Cymbalta floriert das Geschäft mit Tiergesundheit in Ländern wie Japan und China aktuell stark und hat bereits für Wachstum gesorgt. Der Bereich beschäftigt sich mit Forschung für neue Tierfutter und Tiermedizin Angebote. Wirtschaftlich wurde die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2011 minimal erhöht. Eli Lilly rechnet nun mit einem Gewinnrückgang je Aktie auf 3,89 bis 3,94 Dollar, wobei bisher mit einem Gewinn je Aktie in einer Spanne von 3,85 bis 3,95 Dollar gerechnet wurde. Im Vorjahr wurde hier noch ein Betrag von 4,58 Dollar je Aktie erzielt. Prognosen für den Umsatz sollen unverändert im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen.
Der Konzern Eli Lilly ist auch in Deutschland aktiv und entwickelt aktuell mit Boehringer Ingelheim ein Medikamente gegen die Volkskrankheit Diabetes. Ein erstes Produkt aus der Pharma-Kooperation ist in den USA bereits seit Mai diesen Jahres auf dem Markt. In Europa wurde die Zulassung, die unter dem Namen Trajenta vermarktet wird, Ende August erteilt.
