Gift der Spanischen Fliege bringt nicht nur Lust
Das die Spanische Fliege hervorragende potenzsteigernde Wirkung besitzt weiß man schon lange. Fatalerweise kommt es aber immer wieder dazu, dass letztlich nicht die Lust lockt, sondern der Tod, denn die Spanische Fliege wird oft überdosiert. Die damit verbundenen Folgen können sehr dramatisch sein. Bekannt ist dies aber auch schon aus der Antike, wo man diese Käfer zu einem Pulver zerstampfte und einem Mann unter das Essen mischte.
Dabei ist das Cantharidin, ein Inhaltsstoff der Spanischen Fliege, ein starkes Gift. Es reizt unter anderem die Harnwege, was die Erektion hervorruft. Aber auch eine schmerzhafte Dauererektion, eine Lebervergiftung, ein Kreislaufkollaps und Nierenversagen können die Folge der Einnahme sein. Allerdings nur, wenn die Spanische Fliege überdosiert wird. Tödlich können schon 30 mg sein. Dieses Gift dient der Spanischen Fliege in der Natur gegen Fressfeinde.
Aus verschiedenen Kulturen sind Vorfälle bekannt, auch schon aus früheren Jahrhunderten, wo die Spanische Fliege todbringend war. So auch aus Ägypten, wo Soldaten Frösche verspeisten, die ihrerseits das Insekt aßen und deren Gift speicherten. Und im antiken Griechenland wurden mit der Spanischen Fliege sogar Todesurteile vollstreckt.
