Gewinne des Pharmariesen Pfizer und Merck sinken
[ad#Pharmatheke 250x250]Die US-Pharmagiganten Pfizer und Merck & Co müssen mit Milliardenverlusten rechnen. Grund dafür sind die Milliardenübernahmen, die es in dieser Branche in der letzten Zeit gegeben hat. Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer zum Beispiel musste unterm Strich einen Gewinnrückgang von 26 Prozent hinnehmen und konnte nur 2,026 Milliarden Dollar (umgerechnet sind dies 1,53 Milliarden Euro) als Gewinn verzeichnen. Der Gewinn von Merck & Co. indes brach durch die Integration von Schering-Plough um 80 Prozent ein, auf 299 Millionen Dollar. Merck allerdings sagt, dass alles nach Plan laufe nach der Übernahme. Aber auch Merck muss sparen. Bis 2012 plant man 3,5 Milliarden Dollar jährlich einzusparen. Für 2010 plant man bei Merck & Co. einen Umsatz von 45,4 bis 46,4 Milliarden Dollar. Dies würde für die Aktien einen Gewinn von 1,15 bis 1,50 Dollar bedeuten. Im ersten Quartal hatte der Konzern je Aktie lediglich 0,09 Dollar verdienen können. Noch 2009 lag der Gewinn bei 0,67 Dollar je Aktie.
Pfizer indes gelang 2009 die Integration des Konkurrenten Wyeth für 68 Milliarden Dollar dabei doch erheblich besser. Deutliche Kosteneinsparungen mit Stellenstreichungen allerdings sind inzwischen auch angekündigt. Das heißt konkret: Bis Ende 2012 will der Pharmariese 4 bis 5 Milliarden Dollar einsparen. Schon seit dem Abschluss der Wyeth-Übernahme Mitte Oktober 2009 wurden ca. 6900 Stellen gestrichen. Dabei wies Pfizer einen Überschuss von rund 4,9 Milliarden Dollar aus. Je Aktie waren dies 0,60 Dollar je Aktie. Damit übertraf das Reale dann schließlich doch die Erwartungen der Analysten. Im Schnitt hatten diese mit 0,53 Dollar je Aktie gerechnet. Doch schließlich stand beim Umsatz von 54 Prozent doch ein sattes Plus von 16,75 Milliarden Dollar in den Bilanzbüchern. Allerdings sieht die Zukunft bei Pfizer auch nicht weiterhin so rosig aus, denn seit einiger Zeit geht der Umsatz durch die Konkurrenz von Generika doch zurück. Ob dies auf lange Sicht hin mit den Kostensenkungen aufgefangen werden kann, ist abzuwarten. Für Viagra zum Beispiel laufen bald die Lizenzen aus. Das heißt es darf durch die Konkurrenz bald Generika hergestellt und auf den Markt gebracht werden. Und auch das Patent für Viagra wurde inzwischen gekippt, zumindest in Brasilien. Dort darf ab dem 20. Juni 2010 Generika für Viagra hergestellt werden.
Dennoch peil Pfizer für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 67 bis 69 Milliarden Dollar an. Das Ergebnis pro Aktie vor Sonderposten könnte damit bei 2,10 bis 2,20 Dollar liegen, wobei allerdings 2009 das Ergebnis pro Aktie vor Sonderposten von 2,42 Dollar in 2008 auf 2,02 Dollar in 2009 gefallen ist. Für 2011 erwartet Pfizer dann aber nachdem das Patent für Viagra auch weltweit freigegeben ist, einen Umsatzrückgang auf 65,2 bis 67,7 Milliarden Dollar. Auf das Ergebnis pro Aktie vor Sonderposten hätte dies die Auswirkung, dass diese zwischen 2,25 bis 2,35 Dollar pro Aktie liegen würde.
