Bayer senkt Preis für Potenzmittel Levitra
[ad#Pharmatheke 250x250] Die Leverkusener Bayer AG hat den Preis für ihr Potenzmittel Levitra in Deutschland, Spanien und Frankreich um die Hälfte reduziert. Man scheint sich in Leverkusen also ernste Sorgen um das Liebesleben dieser Menschen zu machen. Konkret heißt dies, dass man für die 10mg Dosierung nun rund 6 Euro bezahlen muss, anstatt ca. 12 Euro. Allein in Deutschland wird dies Millionen von Verbraucher freuen.
Die Preissenkung von Bayer ist vermutlich auf eine in mehreren Ländern Europas durchgeführte Studie zurückzuführen, die ergeben hat, dass 80 Proezent von 500 befragten Patienten mit Erektionsstörungen den Preis für Potenzmittel einfach als zu hoch empfunden wird. Dabei gaben mindestens 50 Prozent der Befragten auch an, dass sie eine Pille gegen Erektionsstörungen teilen würden. Das heißt pro Beischlaf eine geringere Dosis einnehmen, nur um Geld zu sparen. Enttäuschungen beim Beischlaf sind dadurch allerdings wiederum weitaus höher.
Allerdings zielt Bayer mit der Preissenkung auch in Richtung des florierenden Schwarzmarkts für Potenzmittel, der im Internet boomt. Die Kunden dieses Markts sind vor allem aber auch Männer, die sich vor lauter Scham nicht zu einem Arzt trauen, denn Erektionsstörung ist immer noch ein Tabuthema. Das Problem des Internets ist allerdings, dass es dort häufig nur Produktfälschungen gibt, die hohe gesundheitliche Risiken bergen.
Durch die Preissenkung will Bayer also auch die eigenen Umsätze “festigen”, was von Bayer auch bestätigt wurde. 2009 setzte Bayer allein mit Levitra 360 Millionen Euro um, 2008 waren es noch 341 Millionen Euro. Das Ergebnis von Januar bis März 2010 lautet auf ertragsreiche 86 Millionen Euro. Mit Levitra hat Bayer derzeit einen Marktanteil von 20 Prozent. Doch inzwischen graben schon die ersten Generikahersteller an der Marktposition der drei größten Hersteller von Potenzmitteln, zu denen auch Bayer gehört. Bei Levitra muss Bayer die Konkurrenz von Teva fürchten. Der Hersteller wurde jedoch von Bayer Mitte 2009 bereits verklagt, weil der israelische Generikahersteller eine Zulassung in den USA noch vor dem Ablauf des Patentschutzes in den USA, der dort noch bis 2018 läuft, in Deutschland bis 2015, beantragt hatte. Daher steckt hinter der Preissenkung für Levitra wohl auch der Versuch von Bayer sich gegen diesen unseriösen Nachahmer zu wehren.
